Gut für den Hobbyhandwerker

Ich habe die Ständer- oder auch Säulen- oder Tischbohrmaschine von Scheppach, Modell DP 16 VL, getestet. Da ich bislang immer nur mit einer Schlagbohrmaschine oder eben einem Akkuschrauber gearbeitet habe, war ich sehr gespannt auf das Gerät.

Angeliefert wurde die Bohrmaschine in Einzelteilen. Ein Bekannter, der selbst viel handwerklich arbeitet und Interesse an der Maschine hat, hat mir geholfen, sie zusammenzubauen.

Gut durchdacht ist der Aufbau der Bohrmaschine im Handling. Der On-Off-Schalter sitzt vorne, sodass man nicht lange suchen muss, will man die Maschine mal schnell abschalten oder problemlos starten, nachdem man das Werkstück platziert hat.

Bevor gestartet wird, sollte die Bohrgeschwindigkeit eingestellt werden. Das lässt sich im Prinzip recht einfach umsetzen, sofern man genug Kraft in den Händen hat. Ansonsten muss man Werkzeug zu Hilfe nehmen. Ich habe es ohne Werkzeug jedenfalls nicht geschafft.

Um die Geschwindigkeit einzustellen, muss man den Gehäusedeckel öffnen, indem man die Schraube an der rechten Seite des Metallgehäuses öffnet. Darunter verbergen sich zwei pyramidenförmige Spulen mit Führungsrillen, in denen der Keilriemen läuft. Diesen Riemen gilt es je nach gewünschter Geschwindigkeit nach oben oder unten umzuleiten. Welche Stellung die Geschwindigkeiten haben, ist auf der Innenseite des Deckels abzulesen. Das Tempo variiert von 550 bis 2500 Umdrehungen pro Minute. Vor der ersten Inbetriebnahme muss darauf geachtet werden, dass die beiden Spulen an den äußeren Rand gezogen werden. Sonst streift der Keilriemen am Kontaktstab, der die Maschine beim Öffnen des Deckels außer Betrieb setzt. Die Maschine lässt sich erst wieder nutzen, wenn der Deckel verschlossen ist.

Die Arbeitsplatte, mit der das Werkstück eingeklemmt und befestigt werden kann, ist wie ein Schraubstock gestaltet, ist beweglich und lässt sich sowohl per Gewinde vergrößern oder verkleinern, als auch verschieben oder auch ganz abnehmen, indem man die beiden Schrauben mit einem 17er-Schlüssel öffnet. Auch ein Neigen des Tisches ist möglich.

Der Bohrkopf lässt sich über einen leichtgängigen dreiarmigen Griff nach unten bewegen. Über dem Griff sitzt der Schalter für das batteriebetriebene Laserkreuz, das die Stelle markiert, an der der Bohrer auf das Werkstück treffen wird. Um die Batterie auszutauschen, lassen sich links und rechts die Schrauben öffnen und der Schalter herausnehmen. Vor dem Bohrkopf ist ein durchsichtiger Späneschutz angebracht, der nach oben geöffnet wird und dank einer Feder auch im Betrieb offengelassen werden kann. Für mich war das beim Test wichtig, da ich den Boden einer Tasse gebohrt habe. Der geschlossene Späneschutz ist dabei an den Tassenrand gestoßen und hat das Bohren verhindert.

Bei der Montage, und auch immer wieder mal nach dem Wechseln des Bohrers, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der Bohrkopf sich nicht lockert. Auch wenn er magnetisch ist und sich von Hand kaum entfernen lässt, kann es passieren, dass er sich durch das Wechseln der Bohrer lockert und beim Einschalten der Maschine abfällt. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als mir das passiert ist. Deshalb immer darauf achten und den Bohrkopf sicherheitshalber nach links festdrehen.

Praktisch ist das Laserkreuz, das den Bohrpunkt anzeigt. Damit lässt sich das Werkstück gut platzieren.

Der Geräuschpegel im Betrieb ist nicht zu laut und gut erträglich.

Um die Maschine zu testen habe ich einmal mit niederer Drehzahl Porzellan für eine Etagere mit einem Porzellan- und einem Diamantbohrer gebohrt und dann mit einem sehr feinen Bohrer ein Muster in eine Dose gebracht, um ein Windlicht damit anzufertigen. Während das Bohren des Geschirrs recht gut funktioniert hat, war die Dose (eine ehemalige Brotdose) nicht unbedingt geeignet. Der Bohrer ist immer wieder abgerutscht. Vermutlich hatte ich aber auch ganz einfach das falsche Material. Eine Konservendose wäre wahrscheinlich stabiler gewesen.

Ich muss dazusagen, dass ich nicht professionell handwerklich arbeite, sondern im Hobbybereich und von daher auch anders an diesen Test herangegangen bin, als versiertere Handwerker.

Fazit:

Die Bohrmaschine kann auf einem Arbeitstisch mit Schrauben befestigt werden, steht im Betrieb aber auch ohne Befestigung fest und sicher. Das Laserkreuz hilft beim Anpeilen der Bohrstelle enorm. Die Schalter zum Ein- und Ausschalten sind vorne angebracht, was ein bequemes Bedienen ermöglicht. Der Schalter für das Laserkreuz ist an der Seite angebracht, was auch ausreicht. Für den Hobbygebrauch genügt die Bohrstärke. Das Ändern der Drehzahlen ist für Frauenhände etwas mühsam, mithilfe von Werkzeug aber gut zu bewerkstelligen.

Für Hobbybastler ist die Maschine definitiv geeignet. Wer genügend Erfahrung mit Maschinen und deren Aufbau hat, hat sie innerhalb von gut 20 Minuten zusammengebaut. Wer nicht so versiert ist, tut gut daran, sich Hilfe dazu zu nehmen.

Ein Video zum Test gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=SaWWl40BbFA

 

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Kleine Fältchen verschwinden fast

In den vergangenen drei Wochen habe ich das Vitamin C Hyaluron-Serum von Dr. Severin ausprobiert. Meine Bewertung gleich vorneweg: Ich bin begeistert.

Mit fast 60 Jahren habe ich nicht mehr die straffe, faltenfreie Haut, die ich mit 20 noch hatte. Aber das macht auch nichts. Falten gehören dazu. Natürlich weiß ich, dass ich die Zeichen der Zeit trotz aller Pflegeprodukte nicht stoppen kann, aber immerhin ein bisschen ausbremsen. Und das ist doch auch schon was.

Ich bin mit großen Erwartungen an den Test herangegangen. Um ein realistisches Bild zu erhalten, habe ich nur die linke Gesichtshälfte mit dem Serum behandelt, die rechte habe ich ganz normal weiter gepflegt, wie sonst auch. Allerdings nicht lange. Da kam dann noch ein zweiter Test dazu, den ich dann rechts angewendet habe. Aber den beschreibe ich in einem extra Text.

Trotzdem konnte ich mir ein sehr gutes Bild von der Wirkung des Serums machen.

Die Verpackung:

Das Fläschchen aus braunem Glas wirkt in schlichter Eleganz wie ein Produkt aus der Apotheke. Der Hersteller hat komplett auf jeglichen Schnickschnack verzichtet, hält das Etikett überwiegend transparent und hat lediglich auf der Vorderseite mit Schwarz und Weiß gearbeitet, was die Schlichtheit und die Eleganz betont.

Die Konsistenz:

Das Serum ist eine glasklare, leicht ölig wirkende Flüssigkeit, die völlig geruchslos daherkommt. Mit der Pipette, die bis fast auf den Boden der Flasche reicht, lässt es sich sehr gut dosieren. Es ist sehr ergiebig, lässt sich leicht verteilen und zieht schnell ein.

Die Verträglichkeit:

Obwohl ich eigentlich eine recht unempfindliche Haut habe, kommt es vor, dass ich auf manche Produkte reagiere. Mal mit Jucken, mal mit Brennen oder Kribbeln. Nicht so beim Serum von Dr. Severin. Bei mir hat es eine sehr angenehme, leicht kühlende und dadurch belebende Wirkung.

Der Effekt:

Im direkten Vergleich mit der zweiten Gesichtshälfte hat sich schnell gezeigt: Die Fältchen, die vor allem um den Mund und am Kinn zu sehen sind, wurden doch deutlich geglättet. Die Wirkung hält auch recht lange an. Gegen Abend zeigen sie sich dann aber wieder, die kleinen Rillen, die ich nicht so sehr mag, auch wenn sie dazu gehören. Da das Produkt zweimal täglich und vor dem Ausgehen noch aufgetragen wird, kann man zumindest vom frühen Morgen bis zum späten Abend von der glättenden Wirkung profitieren. Außerdem ist meine Haut sehr weich geworden. Für die Dokumentation habe ich morgens, vor und nach der Behandlung mit dem Serum, Fotos gemacht. Denn morgens sind die Fältchen definitiv gut zu sehen.

Mein Fazit:

Ich werde das Serum in jedem Fall wieder kaufen und kann es auch mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen.

Hinweis:

Das Produkt wurde mir kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt. In meiner Bewertung habe ich mich dadurch aber nicht beeinflussen lassen. Wäre ich nicht zufrieden gewesen, stünde das hier auch zu lesen.

Pure Entspannung

Chillen – das ist es, was ich besonders im Winter mit einem guten Buch und einer Tasse heißer Schokolade genieße. In den vergangenen Wochen habe ich die Trinkschokolade mit Lavendel von Krüger ausprobiert. Aber nicht alleine. Ich hatte junge Mittesterinnen.

Zweimal in der Woche betreue ich Mädchengruppen. Wir basteln, kochen, backen und tanzen – tun eben alles, was man in gruppenstunden so tut. Dabei bringe ich oftmals auch Tee oder, wie in diesen Wochen, Kakao mit. Dann sitzen wir entweder nur zusammen und reden, oder aber wir trinken das Heißgetränk während der Arbeit.

Die Krüger Chill-out Trinkschokolade mit Lavendel hat bei den Mädchen unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Nicht alle mochten den leichten Lavendelgeschmack. Einigen war der Beigeschmack zu bitter. Ansonsten überzeugt die zubereitete heiße Schokolade mit einzigartigem Kakaogeschmack.

Mir persönlich hat die Trinkschokolade im Großen und Ganzen geschmeckt. Lediglich die Süße dürfte etwas weniger sein. Ich mag heiße Schokolade zwar süß, aber die von Krüger ist mir persönlich mit 28 % Zucker pro Portion zu süß. Meine Mädels fanden die Süße nicht schlimm. Im Gegenteil: Eine musste noch nachzuckern.

Eines schafft die Krüger chill-out Trinkschokolade aber auf Anhieb: Mit einer Tasse dampfenden Kakaos und einem guten Buch kann man wunderbar entspannen.

Ein Deckel mit Pfiff

Wir haben uns im Rahmen eines Produkttests für einen Toilettensitz der gehobenen Klasse entschieden. Den von https://www.calmwaters.de mit Absenkautomatik.

Der Sitzkomfort ist erstklassig. Die WC-Brille ist nie kalt, es gibt keine Kanten, die drücken oder kratzen könnten.

Der WC-Sitz bringt immerhin gut 4 Kilo auf die Waage, was dem Holzkern geschuldet ist, der den Toilettensitz robust macht. Die Oberfläche ist weich und sehr leicht zu reinigen.

Montiert hat ihn mein Mann. Seiner Auskunft nach hat das Fast-Fix Befestigungssystem sehr gut funktioniert. Der Sitz war in kürzester Zeit angebaut. Die Scharniere sind, wie der komplette Sitz, kräftig und robust. Wir haben das Set nun schon seit einiger Zeit in Benutzung und entsprechend wurde in der Zwischenzeit auch des Öfteren geputzt. Korrosion können wir an den Scharnieren aber nicht feststellen.

Die Absenkautomatik:

Wie oft passiert es – besonders bei Kindern , dass der Toilettendeckel nicht leise auf der Brille abgelegt wird, sondern mit lautem Knall landet. Nicht so bei der Absenkautomatik. Einfach den offenen Deckel leicht von hinten antippen und er senkt sich langsam auf die Brille ab, wo er geräuschlos landet. Einfach nur klasse.

Aber wie alles hat auch dieses WC-Sitz-Set einen Nachteil.

Die Absenkung, die uns am Deckel so begeistert, funktioniert leider auch bei der Brille. Nun mag mancher denken, das sei doch gut, weil dann auch die Brille nicht auf die Toilettenschüssel knallt. Das ist soweit auch richtig. Nur, senkt sich der Deckel leider auch ab, wenn die Schüssel geputzt werden soll oder – das hab ich leider in der Zeit auch durchmachen müssen – wenn man sich übergeben muss. Auch für Männer, die im Stehen urinieren, was es bei uns nicht gibt, ist das sehr unpraktisch. Frauen sehen darin vielleicht eher einen Vorteil ;o). Fakt ist jedenfalls, die Brille bleibt nicht oben stehen.

Fazit:

Auch wenn die Brille nicht oben bleibt, wir wollten den WC-Sitz nicht mehr missen. Sowohl der Sitzkomfort als auch die Absenkautomatik haben uns überzeugt. Und der lustige Hund, der quasi auf der Toilette die Zeitung liest, verleiht dem Ganzen noch den letzten Pfiff.

 

 

 

Kinderleicht Marmelade kochen

Ich habe noch nie in meinem Leben Marmelade gekocht, immer nur zugesehen, wenn meine Mutter Früchte, Zucker und Geliermittel verarbeitet hat. Die freundin Trend-Lounge hat mich eingeladen, an dem Test von Dr. Oetker-Gelierzucker teilnzunehmen.

Nun betreue ich nebenberuflich Mädchengruppen aus Brennpunktgebieten. Die Mädels lieben das Basteln aber auch ganz besonders das Arbeiten in der Küche. Von daher war es ganz klar, dass ich die neuen Gelierzuckersorten von Dr. Oetker für Erdbeeren und Beerenmischung mit den Mädels ausprobieren musste.

Die Verpackungen sind in Farben und Gestaltung ansprechend, rot für Erdbeermarmelade, lila für Beerenmischung.

Ich habe die Tests auf zwei Gruppen mit Grundschülerinnen aufgeteilt.

Nach dem Sschnippelbeerenchnippeln des Obstes, was nach wie vor gemacht werden muss, ging es ans Kochen. Wir haben die Beeren in einem Topf erhitzt und den Zucker dazugegeben. Damit alle Mädels mal ein bisschen rühren konnten, mussten wir uns schon beeilen. Denn die Angabe von Dr. Oetker, dass die Marmelade innerhalb von drei Minuten fertig ist, passt.

Das Abfüllen der Gläser habe ich dann jedoch lieber selbstGläser füllen übernommen. Das Probieren der frischen Marmelade, haben die Mädels mir aber nicht alleine überlassen. Ich hatte frische Brötchen und Butter mitgebracht. Und wir hatten ein Gläschen mehr, als Kinder da waren. Die Kinder sind über die Marmelade hergefallen, waren total begeistert und sind stolz wie Oskar jede mit einem Gläschen selbst gekochter Marmelade nachhause gegangen. Zu dem Zeitpunkt war die Marmelade noch flüssig. Auch die, die wir probiert hatten. Die hat auch flüssig geschmeckt.

Als ich die Gruppe am nächsten Tag bei einem Ausflug wieder getroffen habe, wurde mir bestätigt: Die Marmelade ist schnell fest geworden. Obwohl die Masse bei einigen gar nicht so weit gekommen ist. Die war vorher gegessen.Gruppe fertig

Von der zweiten Gruppe hatte ich ein Glas Beerenmarmelade übrig, das ich mit nachhause genommen und in den Kühlschrank gestellt habe. Ich kann bestätigen, dass die Marmelade, die anfangs noch sehr flüssig scheint, schnell fest wird. Fast zu fest. Da dürfte Dr. Oetker noch ein bisschen nacharbeiten. Entweder die Obstmenge oder den Gelierzucker anpassen. Denn ich hatte die Menge der Beeren genau an die Vorgaben auf der Packung angepasst.

Ich hatte noch nie Marmelade gekocht. Aber nach diesem Test werde ich sicherlich auch weiterhin Obst zu Marmelade verarbeiten. Zumal wir 2018 die Landesgartenschau in der Stadt haben und der Freundeskreis das Obst der Streuobstwiese verarbeitet wissen möchte. Die Mädchengruppen haben schon angekündigt, auf der Gartenschau im laufenden Betrieb Marmelade kochen und gegen Spenden abgeben zu wollen. Von daher war dieser Test auch gleich ein Probelauf.

Barilla Pasta und Sauce überzeugt nicht

Wir durften für das Produkttesterportal kjero.com die Barilla Pasta und Sauce testen. Nach Angaben des Herstellers lassen sich die Nudel-Fertiggerichte mit wenig Zeitaufwand auf zwei Arten zubereiten: herkömmlich durch Kochen der Nudeln im heißen Wasser und anschließendem Beimengen der erwärmten Soße oder aber in der Pfanne, in der alle Zutaten gleichzeitig verarbeitet werden. Ich muss zugeben, wir haben uns für die herkömmliche Variante entschieden.

Die Verpackungen der Barilla Pasta und Sauce sind appetitanregend und machen Lust auf Nudeln mit fruchtiger Soße. Von daher habe ich mich neugierig ans Kochen gemacht.

Hier meine Erkenntnisse:

In der Packung finden sich 200 Gramm Spaghetti und ein Alubeutel mit Soße.

Die Spaghetti sind zwar kurz, aber in gewohnter Barilla-Qualität und lassen sich problemlos bissfest kochen, genauso wie die Penne.

Die Penne Arrabiata hat unser Sohn gekostet, den Rest haben wir zusammen gegessen. Arrabiata waren nach Auskunft meines Sohnes die beste Sorte. Er sagt: “ Schärfegrad echt gut, tatsächlich sowas wie Schärfe schmeckbar, für normal sterbliche Menschen empfehlenswert, nicht so lasch wie die anderen Produkte, ansonsten wie gehabt, etwas fad. Könnte fruchtiger sein.“ Fruchtiger aber auch würziger hätten auch die anderen Sorten sein können. Zumal der Geschmack mit dem Löffel aus dem Topf probiert noch ganz gut, vermischt mit den Nudeln war aber fast nichts mehr zu schmecken. Dazu ist die Soßenmenge im Vergleich zu den Nudeln vielleicht etwas zu gering.

Überhaupt ist die Menge für drei Personen nicht ausreichend. Auf der Packung ist die Menge für zwei bis drei Personen berechnet. Wenn ich von der Faustformel 100 Gramm Nudeln pro Person ausgehe, komme ich bei 200 Gramm Packungsinhalt auf maximal zwei Esser. Vor allem, wenn gute Esser dabei sind. Für drei reicht es definitiv nicht, es sei denn die dritte Person ist ein kleines Kind, das nur wenig isst.

Besonders gefehlt hat uns der Käse. Zu Nudelgerichten mit Soße gehört Parmesan einfach dazu. Und wenn die Soße noch so frisch und fruchtig ist. Der Käse soll schließlich das Gericht verfeinern.

Wir haben die Barilla-Produkte mit Miracoli verglichen. Wobei Miracoli für uns zu würzig ist. Bei Miracoli wird auch lediglich Tomatenmark etwas verdünnt und mit Gewürzen angereichert.  Aber immerhin ist da noch Parmesan dabei.

Vom Umweltaspekt her gesehen, finde ich die Packung nicht so toll. Die Soße wird in einem Aluminium-Beutel geliefert, was unnützen Müll produziert, der dazu auch noch schwer abzubauen ist. Da kaufe ich doch lieber Nudeln und die Soße im Glas extra. Das Glas kann man noch weiter verwenden oder entsorgen, was die Umwelt nicht so sehr belastet wie der Alu-Beutel.

Zeitlich spart man auch nicht allzu viel Zeit. Die fünf Minuten, die das herkömmliche Kochen von Nudeln und Soße dauert, sind selbst wenn es mal schnell gehen muss, auch noch zu verkraften. Ich werde das Produkt nicht unbedingt weiter empfehlen. Es sei denn, Barilla bessert noch nach, liefert mehr Soße und Käse dazu. Wie gesagt: Der Geschmack der Soße an sich ist gut.

Hätte ich fünf Sterne zu vergeben, ich würde einen für den Geschmack der Soße geben.

Ein Manager für die Haut

Alcina Skin Manager

Die Freundin-Trendlounge hat mich zum Test des Alcina Skin-Managers eingeladen. Im Päckchen war eine Originalflasche sowie fünf Pröbchen für meine Freundinnen enthalten. Der erste Eindruck beim Auspacken: Coole Farbe, ein Zwischending zwischen Rot und Magenta, und eine schlichte aber ansprechende Aufmachung.

Mein erster Blick ging in die Gebrauchsanleitung. Hm, die ist ein bisschen spärlich. Zwar steht drin, wann man das Tonikum nutzt, also „morgens und/oder abends“, allerdings nicht, ob als Reinigung, Pflege oder dazwischen. Das habe ich erst durch den Brief der Freundin-Trendlounge erfahren.

Die Flasche hat ein raffiniertes System, was die Anwendung angeht. Oben auf der Flasche sitzt ein etwas vertiefter Teller mit gewölbtem Deckel. Damit beim Transport nichts auslaufen kann, lässt sich die Kappe Alcina_3mit dem Teller durch eine Vierteldrehung verschließen. Bei der Anwendung wird die Flasche kopfüber gekippt, ein Wattepad auf die Öffnung gedrückt undzweimal gepumpt. Dadurch wird eine dosierte Menge des Tonikums auf das Wattepad geträufelt.

Der Hersteller verspricht bei regelmäßiger Anwendung eine Verfeinerung der Hautporen. Nun, meine Haut ist an und für sich trocken und dadurch auch feinporig. Hier und da, beispielsweise in den Nasenfalten und in der Kinnfalte unter den Lippen gibt es aber auch immer wieder leichte Unreinheiten.

Um eine mögliche Wirkung wirklich nachweisen zu können, habe ich nur die rechte Gesichtshälfte mit dem Tonikum, die linke Seite wie üblich behandelt.

Was mir als erstes aufgefallen ist, ist der feine Duft nach Zitrusfrüchten. Die Haut hat sich nach dem Abreiben mit dem Alcina Skin-Manager erfrischt angefühlt, leicht und angenehm geprickelt.

Ich habe eigentlich eine unempfindliche Haut. Manchmal kann es aber trotz allem zu Reaktionen wie Brennen, Spannen oder trockenen Stellen kommen. Beim Alcina Skin-Manager hatte ich aber einerlei Probleme.

Auffallend ist die Reinigungsleistung des Tonikums. Mal habe ich vor dem Tonikum noch Reinigungsmilch oder Feuchttücher angewendet, mal aber auch nichts. Lediglich nach dem Abwaschen der Reinigungsmilch habe ich beim Abreiben mit dem Tonikum keine Spuren mehr gefunden. Nach dem Feuchttuch aber hat das Tonikum immer noch ein bisschen Schmutz aus der Haut herausgeholt. Ganz ohne Vorbehandlung hat es dunkle Flecken im Wattepad gegeben. Und das, obwohl ich die Haut abends abgerieben hatte, nach dem Aufstehen. Als Abschluss gab es immer für beide Gesichtsseiten die übliche Pflege in Form von Tages- oder Nachtcreme.

Mein Fazit:

Mein Mann hat Fotos gemacht. Sowohl von der rechten, mit Alcina behandelten als auch von der linken, wie üblich gepflegten Seite.  Ich habe den Eindruck, dass die Haut auf der mit Alcina bearbeiteten rechten Seite etwas glatter und straffer aussieht. Auch vom Gefühl her scheint mir die rechte Seite etwas weicher zu sein.

Auch meine Freundinnen haben sich positiv geäußert. Die eine hat ihre leichten Unreinheiten in den Griff bekommen und wird sich sicherlich die Originalflasche kaufen. Die anderen hatten keine großen Hautprobleme, sind aber auch begeistert vom Duft und der Erfrischung. Eine meint auch, die Pflege würde besser aufgenommen.

Trotz aller positiver  Wirkungen gibt es zwei kleine Anmerkungen als Verbesserungsmöglichkeiten:

Die Anleitung dürfte etwas ausführlicher sein. Sie ist genauso minimalistisch gehalten, wie die Verpackung. Was eigentlich positiv ist, denn zu ausführliche Anleitungen liest ohnehin kaum einer. Was fehlt ist der Hinweis, ob das Tonikum als Reinigung, Pflege oder zusätzlich anzuwenden ist.

Das Pumpsystem ist im Prinzip eine super Einrichtung und tolle Idee. Aber hin und wieder kamen nur kleine Tropfen aus dem Spender. Die, die ich eigentlich für mein Wattepad gebraucht hätte, liefen seitlich unter der Verschraubung der Verschlusskappe ins Waschbecken. Da besteht meines Erachtens noch Nachbesserungsbedarf.

Ansonsten gibt es aber nichts zu meckern.

Und jetzt entscheidet selbst:

 

Nichts für Sprachenmenschen

Eigentlich bin ich eine Leseratte, die einen spannenden Thriller in nur wenigen Tagen durch hat. Bei diesem Buch hat das leider nicht funktioniert. Ich habe es nicht fertig gelesen.kalter blick

Die Grundidee der Geschichte ist nicht schlecht und auch die Dramatik ist annehmbar.

Allerdings habe ich mich als Sprachenmensch (Journalistin) an der Sprache gestört, die mir am Ende auch die Lust am Fertiglesen des Buches genommen hat.

Oftmals sind die Sätze zu lang und wie Kettensätze miteinander verbunden. Das nimmt Tempo aus dem Text, bremst ihn förmlich aus. Manchmal sind sie auch nicht schlüssig.

Hier ein paar Beispiele:

Kraftlos stampfte er nach Hause. Also entweder schleicht er kraftlos nach Hause oder er stampft wütend durch die Gegend. Aber kraftlos stampfen passt nicht zusammen.

„Der ist nach wie vor gefährlich“, äußerte sich Weindel überzeugt. Sich äußern als Synonym für sagen geht zwar, hört sich aber irgendwie gestelzt und gezwungen an. Zeigte sich überzeugt wäre da vielleicht besser gewesen.

 „Wir laden ihn vor“, erwiderte Clemens und beide marschierten zurück zum Wagen, während hinter einem Vorhang der kalte Blick von Willner sie verfolgte. Da wären drei Sätze sinnvoller gewesen. Das „und“ das der Autor leider sehr oft als Verbindung zweier ganzer Sätze verbindet, könnte man streichen. Und selbst wenn man es lässt – was auch noch lesbar wäre – der dritte Satzteil hakt. Wenn man den Satz umstellt, hört sich das besser an. Beispiel: „während Willners kalter Blick sie verfolgte.“

„Sind Sie ein Angehöriger?“, erkundigte sich Jung skeptisch, dem der Fremde merkwürdig vorkam und Remmler überkam mit einem Mal eine lebenswichtige Erkenntnis, die er für sich behielt und noch noch von hier weg wollte. – Hier hätte der Autor locker zwei Sätze draus machen können.

Die Fragen fand Clemens hervorragend und musste Tauer Respekt zollen. … und musste Tauer Respekt zollen – da fehlt die Beziehung. Besser: Entweder die Sätze trennen oder „und er musste Tauer Respekt zollen.“

Im Sekundentakt zuckten die Blitze aus dem Apparat und Hackenberg hielt seine Hand vor die Linse. Der Autor hat offensichtlich keine Ahnung vom Fotografieren. Blitze die im Sekundentakt aus dem Apparat zucken – Sekunden beim Blitzen sind lange Zeitspannen. Da macht der Fotograf lange Pausen zwischen den Bildern. Bei der Spannung, die herrschen sollte, müssen die Blitze wie Dauerfeuer in Sekundenbruchteilen kommen. Außerdem sind auch hier wieder zwei Sätze zusammengefügt. Zwei Sätze draus gemacht würde Tempo in die Geschichte bringen.

Dann meldete sich sein Handy und er nahm den Anruf entgegen. Wieder diese zusammengefügten Sätze.

Ich werde das Buch nicht weiterempfehlen. Der Autor sollte sich, bevor er ein Buch auf den Markt bringt, einen Lektor leisten.

Noch eine Anmerkung zum e-Book-Format: Als Tolino-Besitzerin konnte ich das Buch nicht auf meinen e-Book-Reader laden. Ich musste auf dem Tablett lesen. Das ist allerdings ein ganzes Stück größer als der Tolino. Damit im Bett zu lesen, macht keinen Spaß. Zumal sich die Datei nicht mit dem Tablett drehen lässt und auch die Seitenzahlen sind nicht zu erkennen. Es wird nach Lesefortschritt in Prozenten gemessen.

Ich habe das Buch als Testexemplar erhalten, um es zu rezensieren. Einen Einfluss auf meine Bewertung hatte das aber nicht.