Nicht schlecht, aber ausbaufähig

Ich arbeite immer wieder an mehreren Projekten gleichzeitig. Außerdem habe ich öfters Einfälle und Ideen, die ich mir am besten schriftlich festhalte, bevor sie wieder weg sind. Da kann mir das Angebot, ein das flexibles Notizbuch „Mybook flex“ von Herlitz zu testen gerade recht. Allerdings habe ich mir ein bisschen etwas anderes vorgestellt.

Dass ich ein Buch im Format DIN A4 bekommen habe, ist mein eigener Fehler. Eigentlich hätte ich es kleiner haben wollen. Aber das macht nichts, denn die Funktion ist so oder so dieselbe. Da ich nun das große Notizbuch hatte, habe ich mir zwei Projekte ausgesucht, für die ich das Buch eingesetzt habe.

Zunächst die Aufteilung des Notizbuchs:

Ein stabiler Kunststoffumschlag beinhaltet zwei Hefte, eines mit karierten und eines mit linierten, in der Mitte perforierten und gelochten Blättern. Die Hefte können ausgetauscht werden. Sie werden lediglich in die Mappe durch längs verlaufende Gummibänder eingehängt. Ist eines der Hefte vollgeschrieben oder aber die beschriebenen Blätter herausgetrennt, kann man einfach ein neues Heft einhängen.

Der Vorteil:

Für Handwerker, Architekten oder alle, die mehrere bzw. aufwändige Projekte bearbeiten ergibt sich der Vorteil von kariertem und liniertem Papier in ein und derselben Mappe.

Hier ein Beispiel:

Ein Tischler beispielsweise muss ein Angebot erstellen, plant mit dem Kunden, wie ein Möbelstück aussehen sollte und zeichnet dieses auf dem Karopapier. Die Vorgaben von Material, Farben und Berechnungen für das Angebot kann er dann auf dem Linienpaper notieren. Am Ende kann er beides zusammenführen.

Ich habe die Mappe folgendermaßen genutzt:

Ein Auftrag lautete: Fotografiere drei besondere Punkte eines Gebirgszugs, die besondere touristische Merkmale besitzen. Die Sicht auf das Gebirge liegt in Luftlinie etwa knapp 40 Kilometer entfernt. Von daher ist es schwierig, einen Punkt auszumachen – vor allem, wenn man die Ziele nicht ganz genau ausmachen kann. Deshalb habe ich mir eine Karte ausgedruckt und mit Linien die ungefähre Sichtlinie markiert, um mir die Arbeit beim Fotografieren zu erleichtern.

Der zweite Auftrag ist die Planung einer Zeitschrift. Hier ging es ganz einfach um Notizen wie Aufträge für freie Mitarbeiter, Themen und Seitenplanung. Die Planung habe ich dann auf liniertem Papier festgehalten.

Mein Urteil:

Ich habe das flexible Notizbuch über längere Zeit ausprobiert und lange darüber nachgedacht, was mich daran stört. Mit der Zeit bin ich dahinter gekommen.

Die Hefte leisten eigentlich nicht mehr, als jedes Spiralbuch. Gut, die störenden Spiralen fehlen. Aber liniertes Papier muss nicht unbedingt sein. Listen oder Angebote schreiben geht auch auf kariertem Papier. Dafür kommt es hin und wieder vor, dass man Notizen bei einem zweiten Termin nochmals braucht, aber kein zweites Heft oder Buch mitschleppen, bzw. ständig im Notizblock herumblättern möchte.

Von daher fehlte mir ein bisschen die Flexibilität.

Wirklich flexibel wäre das Notizbuch für mich, wenn beispielsweise eine Hefterklammer (so wie bei Schnellheftern) als drittes Element im Notizbuch angebracht wäre, mit der man Blätter, die zu einem Projekt gehören, zusammenführen kann. Und dann würde eigentlich auch kariertes Papier ausreichen. Aber das ist Geschmacksache.

Fast unsichtbar aber effektiv getönt

Getönte Hautcreme auf gebräunter Haut? Das ist ja eigentlich widersinnig – dachte ich, als ich mit dem Produkttest des „Luvos getöntes Gesichtsfluids“ begonnen habe. Denn ich war nicht nur gerade erst für drei Wochen in Spanien gewesen, seit unserer Rückkehr herrscht hier auch fast ausschließlich Sonnenschein. Ich bin also gut vorgebräunt.

Dennoch habe ich mich an den Test gewagt und nicht schlecht gestaunt: Das Fluid, das ich in der Tönung „Bronze“ erhalten habe, sieht auf den ersten Blick etwas heller aus, als mein Teint. Aber, wenn man die Lotion erst einmal über das Gesicht verteilt hat, fällt am Ende nicht auf, dass eine Tönung aufgetragen wurde. Das Gesichtsfluid verbindet sich mit der natürlichen Hautfarbe und hinterlässt lediglich einen samtigen Eindruck. Nicht so, als ob man Make-up aufgetragen hätte, sondern eben einfach nur weich und leicht pudrig. Das Fluid verteilt sich sehr leicht und schnell und hinterlässt weder Flecken und Streifen, noch das Gefühl von Feuchtigkeit oder nachfettender Creme. Die Haut fühlt sich absolut trocken an.

Fältchen werden etwas gemindert, Konturen ein bisschen weicher und Hautirritationen leicht abgedeckt. So fallen beispielsweise die Augenringe nicht mehr so auf. Auch die ersten hellen Altersflecken und Rötungen sind nicht mehr so deutlich zu sehen. Außerdem wirkt das Gesicht durch einen leichten Schimmer frisch.

Mein Mann ist, was Make-up angeht, sehr kritisch und sieht in der Regel sofort, wenn ich getönte Creme, gleich welcher Art, aufgetragen habe. „Luvos getöntes Gesichtsfluid“ hat er aber nicht entdeckt.

Da ich nun aber, wie gesagt, momentan vorgebräunt bin, habe ich auch etwas davon auf die helle Haut der Innenseite meines Unterarms aufgetragen. Aber auch da hat man nur anfangs eine leichte Tönung gesehen. Danach ist sie zwar weiterhin vorhanden, fällt aber nicht auf.

Wenn ich abends mein Gesicht mit einem Feuchttuch reinige, wird dieses braun. Was beweist, dass die Creme nicht in die Haut einzieht, sondern nur quasi unsichtbar darüber liegt.

Ein Bestandteil des Fluids ist Heilpflanzenerde, weshalb der Hersteller eine tägliche Anwendung für alle Hauttypen empfiehlt. Laut Aufdruck auf der Flasche „fördert es die Selbstregeneration der Haut, verbindet Feuchtigkeitsbalance und schützende Pflege“. Auf der Website heißt es weiter: „ … Zusammen mit pflanzlichen Aktivstoffen werden die Hautzellen zur Selbstregeneration der Bindegewebsstrukturen und des Barriereschutzes angeregt. Feuchtigkeit wird so länger und intensiver gebunden und der Verlust körpereigener Feuchtigkeit deutlich minimiert. Die Heilerde versorgt Ihre Haut zusätzlich mit Mineralien, Spurenelementen und Nährstoffen. Mehr Spannkraft, Vitalität und ebenmäßigere Hautstrukturen sind das sichtbare Resultat.“

Nun, ich habe sehr trockene Haut, die zur Bildung von Plaques neigt. Dafür reichen auch die Heilerde und das Aprikosenkernöl, die dem Fluid zugesetzt sind, nicht aus. Die Haut war nach der Anwendung nicht nur trocken, sie hatte auch keine Substanz, fühlte sich dünn und schlaff an. Ich habe bereits nach wenigen Tagen eine normale Tagescreme aufgetragen, bevor ich die Tönung darüber verteilt habe.

Mein Fazit

Wer vom Hauttyp her keine Probleme mit Trockenheit hat, wird an dem Fluid seine Freude haben. Für alle, die etwas trockenere Haut haben, würde ich empfehlen, eine leichte Tagescreme als Grundlage aufzutragen. Denn ansonsten bin ich mit dem „Luvos getöntes Gesichtsfluid“ sehr zufrieden. Was mir besonders gut gefällt ist der angenehme Duft.

Was ich nicht so gut finde:

Sämtliche Erklärungen und Hinweise auf der Flasche sind in deutscher Sprache aufgedruckt. Nur die Auflistung der Inhaltsstoffe nicht. Und die hätte ich mir soweit wie möglich auf Deutsch gewünscht, das würde den Überblick für  Kunden des deutschen Markts erleichtern.

Das Produkt wurde mir von Hirschel-Kosmetik kostenfrei zum Testen überlassen, was meine Bewertung aber in keiner Weise beeinflusst hat.

Inhaltsstoffe:

Aqua, Alcohol, Squalene, Glycerin, Caprylic/Capric Triglyceride, Cetearyl Alcohol, Glyceryl Stearate, Loess, Myristyl Alcohol, Xylitylglucoside, Anhydroxylitol, Potassium Palmitoyl Hydrolized Wheat Protein, Prunus Armeniaca (Apricot) Kernel Oil *, Xylitol, Helianthus Annus (Sunflower) Seed Oil*, Xanthan Gum, Tocopherol, Citric Acid, Potassium Sorbate, Parfum (Natural Essential Oils), Citronellol **, Linalool **, CI 77891 (Titanium Dioxide), CI 77492 (Iron Hydroxides), CI 77499 (Iron Oxides), CI 77491 (Iron Oxides).

*   Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau
**  Bestandteile des natürlichen Parfümöls

Ohne synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe. BDIH-konform konserviert mit Potassium Sorbate. Vegan. Hautverträglichkeit dermatologisch bestätigt.

BDIH-zertifiziert (Kontrollierte Naturkosmetik)

(Quelle: Website des Herstellers)