Ein Manager für die Haut

Alcina Skin Manager

Die Freundin-Trendlounge hat mich zum Test des Alcina Skin-Managers eingeladen. Im Päckchen war eine Originalflasche sowie fünf Pröbchen für meine Freundinnen enthalten. Der erste Eindruck beim Auspacken: Coole Farbe, ein Zwischending zwischen Rot und Magenta, und eine schlichte aber ansprechende Aufmachung.

Mein erster Blick ging in die Gebrauchsanleitung. Hm, die ist ein bisschen spärlich. Zwar steht drin, wann man das Tonikum nutzt, also „morgens und/oder abends“, allerdings nicht, ob als Reinigung, Pflege oder dazwischen. Das habe ich erst durch den Brief der Freundin-Trendlounge erfahren.

Die Flasche hat ein raffiniertes System, was die Anwendung angeht. Oben auf der Flasche sitzt ein etwas vertiefter Teller mit gewölbtem Deckel. Damit beim Transport nichts auslaufen kann, lässt sich die Kappe Alcina_3mit dem Teller durch eine Vierteldrehung verschließen. Bei der Anwendung wird die Flasche kopfüber gekippt, ein Wattepad auf die Öffnung gedrückt undzweimal gepumpt. Dadurch wird eine dosierte Menge des Tonikums auf das Wattepad geträufelt.

Der Hersteller verspricht bei regelmäßiger Anwendung eine Verfeinerung der Hautporen. Nun, meine Haut ist an und für sich trocken und dadurch auch feinporig. Hier und da, beispielsweise in den Nasenfalten und in der Kinnfalte unter den Lippen gibt es aber auch immer wieder leichte Unreinheiten.

Um eine mögliche Wirkung wirklich nachweisen zu können, habe ich nur die rechte Gesichtshälfte mit dem Tonikum, die linke Seite wie üblich behandelt.

Was mir als erstes aufgefallen ist, ist der feine Duft nach Zitrusfrüchten. Die Haut hat sich nach dem Abreiben mit dem Alcina Skin-Manager erfrischt angefühlt, leicht und angenehm geprickelt.

Ich habe eigentlich eine unempfindliche Haut. Manchmal kann es aber trotz allem zu Reaktionen wie Brennen, Spannen oder trockenen Stellen kommen. Beim Alcina Skin-Manager hatte ich aber einerlei Probleme.

Auffallend ist die Reinigungsleistung des Tonikums. Mal habe ich vor dem Tonikum noch Reinigungsmilch oder Feuchttücher angewendet, mal aber auch nichts. Lediglich nach dem Abwaschen der Reinigungsmilch habe ich beim Abreiben mit dem Tonikum keine Spuren mehr gefunden. Nach dem Feuchttuch aber hat das Tonikum immer noch ein bisschen Schmutz aus der Haut herausgeholt. Ganz ohne Vorbehandlung hat es dunkle Flecken im Wattepad gegeben. Und das, obwohl ich die Haut abends abgerieben hatte, nach dem Aufstehen. Als Abschluss gab es immer für beide Gesichtsseiten die übliche Pflege in Form von Tages- oder Nachtcreme.

Mein Fazit:

Mein Mann hat Fotos gemacht. Sowohl von der rechten, mit Alcina behandelten als auch von der linken, wie üblich gepflegten Seite.  Ich habe den Eindruck, dass die Haut auf der mit Alcina bearbeiteten rechten Seite etwas glatter und straffer aussieht. Auch vom Gefühl her scheint mir die rechte Seite etwas weicher zu sein.

Auch meine Freundinnen haben sich positiv geäußert. Die eine hat ihre leichten Unreinheiten in den Griff bekommen und wird sich sicherlich die Originalflasche kaufen. Die anderen hatten keine großen Hautprobleme, sind aber auch begeistert vom Duft und der Erfrischung. Eine meint auch, die Pflege würde besser aufgenommen.

Trotz aller positiver  Wirkungen gibt es zwei kleine Anmerkungen als Verbesserungsmöglichkeiten:

Die Anleitung dürfte etwas ausführlicher sein. Sie ist genauso minimalistisch gehalten, wie die Verpackung. Was eigentlich positiv ist, denn zu ausführliche Anleitungen liest ohnehin kaum einer. Was fehlt ist der Hinweis, ob das Tonikum als Reinigung, Pflege oder zusätzlich anzuwenden ist.

Das Pumpsystem ist im Prinzip eine super Einrichtung und tolle Idee. Aber hin und wieder kamen nur kleine Tropfen aus dem Spender. Die, die ich eigentlich für mein Wattepad gebraucht hätte, liefen seitlich unter der Verschraubung der Verschlusskappe ins Waschbecken. Da besteht meines Erachtens noch Nachbesserungsbedarf.

Ansonsten gibt es aber nichts zu meckern.

Und jetzt entscheidet selbst:

 

Nichts für Sprachenmenschen

Eigentlich bin ich eine Leseratte, die einen spannenden Thriller in nur wenigen Tagen durch hat. Bei diesem Buch hat das leider nicht funktioniert. Ich habe es nicht fertig gelesen.kalter blick

Die Grundidee der Geschichte ist nicht schlecht und auch die Dramatik ist annehmbar.

Allerdings habe ich mich als Sprachenmensch (Journalistin) an der Sprache gestört, die mir am Ende auch die Lust am Fertiglesen des Buches genommen hat.

Oftmals sind die Sätze zu lang und wie Kettensätze miteinander verbunden. Das nimmt Tempo aus dem Text, bremst ihn förmlich aus. Manchmal sind sie auch nicht schlüssig.

Hier ein paar Beispiele:

Kraftlos stampfte er nach Hause. Also entweder schleicht er kraftlos nach Hause oder er stampft wütend durch die Gegend. Aber kraftlos stampfen passt nicht zusammen.

„Der ist nach wie vor gefährlich“, äußerte sich Weindel überzeugt. Sich äußern als Synonym für sagen geht zwar, hört sich aber irgendwie gestelzt und gezwungen an. Zeigte sich überzeugt wäre da vielleicht besser gewesen.

 „Wir laden ihn vor“, erwiderte Clemens und beide marschierten zurück zum Wagen, während hinter einem Vorhang der kalte Blick von Willner sie verfolgte. Da wären drei Sätze sinnvoller gewesen. Das „und“ das der Autor leider sehr oft als Verbindung zweier ganzer Sätze verbindet, könnte man streichen. Und selbst wenn man es lässt – was auch noch lesbar wäre – der dritte Satzteil hakt. Wenn man den Satz umstellt, hört sich das besser an. Beispiel: „während Willners kalter Blick sie verfolgte.“

„Sind Sie ein Angehöriger?“, erkundigte sich Jung skeptisch, dem der Fremde merkwürdig vorkam und Remmler überkam mit einem Mal eine lebenswichtige Erkenntnis, die er für sich behielt und noch noch von hier weg wollte. – Hier hätte der Autor locker zwei Sätze draus machen können.

Die Fragen fand Clemens hervorragend und musste Tauer Respekt zollen. … und musste Tauer Respekt zollen – da fehlt die Beziehung. Besser: Entweder die Sätze trennen oder „und er musste Tauer Respekt zollen.“

Im Sekundentakt zuckten die Blitze aus dem Apparat und Hackenberg hielt seine Hand vor die Linse. Der Autor hat offensichtlich keine Ahnung vom Fotografieren. Blitze die im Sekundentakt aus dem Apparat zucken – Sekunden beim Blitzen sind lange Zeitspannen. Da macht der Fotograf lange Pausen zwischen den Bildern. Bei der Spannung, die herrschen sollte, müssen die Blitze wie Dauerfeuer in Sekundenbruchteilen kommen. Außerdem sind auch hier wieder zwei Sätze zusammengefügt. Zwei Sätze draus gemacht würde Tempo in die Geschichte bringen.

Dann meldete sich sein Handy und er nahm den Anruf entgegen. Wieder diese zusammengefügten Sätze.

Ich werde das Buch nicht weiterempfehlen. Der Autor sollte sich, bevor er ein Buch auf den Markt bringt, einen Lektor leisten.

Noch eine Anmerkung zum e-Book-Format: Als Tolino-Besitzerin konnte ich das Buch nicht auf meinen e-Book-Reader laden. Ich musste auf dem Tablett lesen. Das ist allerdings ein ganzes Stück größer als der Tolino. Damit im Bett zu lesen, macht keinen Spaß. Zumal sich die Datei nicht mit dem Tablett drehen lässt und auch die Seitenzahlen sind nicht zu erkennen. Es wird nach Lesefortschritt in Prozenten gemessen.

Ich habe das Buch als Testexemplar erhalten, um es zu rezensieren. Einen Einfluss auf meine Bewertung hatte das aber nicht.